Weihnachten nach der Trennung: So gestaltet ihr die Feiertage entspannt und stressfrei für euch und eure Kinder
- Redaktion Mittagsmagazin

- 7. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Eine Trennung verändert vieles – auch die Art, wie Weihnachten gefeiert wird. Plötzlich steht man vor der Herausforderung, die Festtage zu organisieren, während die Familie nicht mehr in gewohnter Form zusammenkommt.
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Gerade für Eltern ist es oft schwer, die richtige Balance zwischen eigenen Gefühlen und den Bedürfnissen der Kinder zu finden.
Doch auch nach einer Trennung muss Weihnachten nicht automatisch stressig oder konfliktbeladen sein. Mit etwas Planung, neuen Ritualen und klaren Absprachen lässt sich die Zeit rund um den Weihnachtsbaum entspannt gestalten.
Gemeinsames Feiern – ja oder nein?
Viele getrennt lebende Eltern stellen sich die Frage: Soll man trotz Trennung noch einmal wie früher zusammen Weihnachten feiern?
Es gibt darauf keine pauschale Antwort. Jede Trennung ist anders, jede Familie hat ihre eigenen Dynamiken. Besonders bei einer frisch getrennten Familie kann ein gemeinsames Fest eher verwirrend für die Kinder sein. Sie könnten hoffen, dass sich alles wieder „normalisiert“ und die Familie komplett wird – was später zu Enttäuschungen führen kann.
Ältere Kinder verstehen die Situation oft besser, dennoch gilt: Prüft genau, ob ein gemeinsames Fest allen gut tut oder regelmäßig zu Stress führt. Wenn die Feiertage eher Spannungen erzeugen, ist ein getrenntes Fest mit neuen Traditionen oft die bessere Wahl.
Neue Wege für alte Traditionen
Weihnachten lebt von Traditionen – doch wenn ein Elternteil nicht dabei ist, müssen diese nicht zwangsläufig wegfallen. Neues auszuprobieren kann überraschend bereichernd sein. Solche Veränderungen helfen Kindern und Eltern, die Feiertage positiv zu erleben, auch wenn die Familie nicht mehr komplett ist.
Praktische Tipps für entspannte Feiertage
1. Frühzeitige Absprachen treffen
Klären, wer wann bei wem feiert und wie das Fest strukturiert wird. So wissen Kinder, was sie erwartet, und spontane Entscheidungen, die zu Konflikten führen, werden vermieden. Ein festes Wechselmodell kann zusätzlichen Stress verhindern.
2. Geschenke koordinieren
Vermeidet Doppelkäufe und ein Ungleichgewicht bei den Ausgaben, indem ihr vorher absprecht, wer was besorgt. Konkurrenzdenken über „bessere Geschenke“ schadet den Kindern und der Beziehung zwischen den Eltern.
3. Gefühle zulassen
Kinder reagieren unterschiedlich auf die Feiertage. Traurigkeit, Wut oder Desinteresse sind völlig normal. Lasst ihnen Raum für diese Gefühle, ohne ständige Erwartung an harmonische Stimmung.
4. Absprachen einhalten
Wenn feste Regeln vereinbart wurden, sollten diese auch befolgt werden. Überraschungsbesuche oder Änderungen ohne Absprache erhöhen das Konfliktpotenzial und verunsichern die Kinder.
5. Freiräume lassen
Akzeptiert, dass der andere Elternteil Weihnachten anders gestalten möchte. Vielleicht gibt es keinen Baum oder andere Abläufe – das ist völlig in Ordnung. Jeder darf seinen eigenen Weg finden.
6. Abstand kann helfen
Wenn gemeinsame Zeit mit dem Ex-Partner emotional belastend ist, muss man sich nicht zwingen. Manchmal ist Abstand die gesündere Lösung, und in ein paar Jahren kann die Situation ganz anders aussehen.
7. Kinder in Entscheidungen einbeziehen
Je nach Alter können Kinder bei der Planung mitentscheiden. Bei kleineren Kindern sollte die Verantwortung jedoch weiterhin bei den Eltern liegen, um Druck zu vermeiden. Äußern die Kinder Wünsche, sollten diese möglichst respektiert werden.
8. Konflikte außerhalb der Kinder austragen
Streitigkeiten zwischen Eltern gehören nicht vor die Kinder. Wenn Emotionen hochkochen, ist es besser, sich zurückzuziehen und das Verhalten später einzuordnen, ohne die Kinder allein mit den Spannungen zu lassen.
9. Professionelle Unterstützung nutzen
Wenn keine Einigung möglich ist oder Konflikte dauerhaft bestehen, kann eine Familienberatung helfen. Bevor Entscheidungen vor Gericht fallen, lohnt es sich, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen.



