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Wenn Kinder erwachsen werden: Dieser eine Satz stärkt sie mehr als gut gemeinte Tipps

Der Moment, in dem Kinder beginnen, ihr eigenes Leben zu gestalten, ist für viele Eltern nicht leicht. Besonders dann, wenn der Start ins Erwachsenenleben holprig verläuft und Rückschläge dazugehören.


Mehr dazu heute in #MOMMYTIME.


In solchen Phasen möchten Eltern Halt geben – doch gut gemeinte Ratschläge stoßen nicht immer auf offene Ohren. Ein Psychologe erklärt, warum manchmal ein einziger Satz mehr bewirken kann als jede Problemlösung.


Neue Freiheit, neue Verantwortung


Erwachsen zu sein bedeutet, plötzlich viele Dinge allein bewältigen zu müssen: den Alltag strukturieren, einen Job meistern, Rechnungen bezahlen oder den Haushalt eigenständig führen. Diese Umstellung kann überfordern. Eltern beobachten das oft mit Sorge und wollen unterstützen. Doch gerade diese Unterstützung wird von erwachsenen Kindern nicht immer gewünscht.


Denn jetzt geht es darum, eigene Erfahrungen zu machen, Fehler zuzulassen und selbst Lösungen zu finden. Ratschläge können sich schnell wie Kontrolle oder Kritik anfühlen – besonders, wenn Scham oder Frust im Spiel sind.


Warum Zurückhaltung oft die bessere Hilfe ist


Auch wenn Kinder längst erwachsen sind, bleiben sie für Eltern emotional immer „die Kleinen“. Der Impuls, einzugreifen oder Probleme lösen zu wollen, ist daher ganz natürlich. Doch zu viel Einmischung kann Zweifel verstärken und das Selbstvertrauen schwächen. In schwierigen Lebensphasen brauchen junge Erwachsene vor allem eines: das Gefühl, dass man ihnen etwas zutraut.


Vier Worte mit großer Wirkung


Statt Lösungen vorzugeben, empfehlen Psychologen einen einfachen, aber kraftvollen Satz: „Ich glaube an dich.“


Diese Worte vermitteln Vertrauen, Zuversicht und emotionale Unterstützung – ohne Druck aufzubauen. Der Psychologe Jeffrey Bernstein betont in Psychology Today, dass Eltern ihren Kindern Raum geben sollten, selbst zu reflektieren und ihre Gedanken auszusprechen. Ein offenes Ohr und ein Ausdruck von Vertrauen fördern langfristig Selbstständigkeit.


Die positiven Effekte von Vertrauen


Laut Bernstein kann dieser kurze Satz viel auslösen:

  • stärkt das Selbstwertgefühl

  • erhöht die Motivation, Herausforderungen anzugehen

  • wirkt sich positiv auf die mentale Gesundheit aus


Wenn jemand an uns glaubt, fällt es leichter, auch an sich selbst zu glauben. Das kann den Anstoß geben, aktiv etwas zu verändern und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig bleibt die Gewissheit, im Notfall auf Unterstützung zählen zu können.


So gelingt eine gesunde Beziehung zu erwachsenen Kindern


Kritische Gedanken über Entscheidungen oder Lebensstile der eigenen Kinder sind normal. Sie ungefiltert auszusprechen, kann jedoch Distanz schaffen. Stattdessen sollten Eltern ihre Sichtweisen respektvoll und ohne Vorwürfe teilen. Empathie und echtes Interesse sind entscheidend, denn gut gemeinte Worte können schnell falsch verstanden werden.


Wichtig ist auch die Akzeptanz, dass erwachsene Kinder eigene Wege gehen – selbst wenn diese nicht den Vorstellungen der Eltern entsprechen.


Raum für Austausch schaffen


Eine offene Gesprächsatmosphäre hilft dabei, die Beziehung zu stärken. Gemeinsame Treffen, regelmäßiger Kontakt oder einfach Zeit miteinander zu verbringen, fördern Vertrauen. Und selbst wenn es gerade keine Probleme gibt, zählt das Gefühl, füreinander da zu sein.


Am Ende geht es darum, anzuerkennen, dass Kinder eigenständige Persönlichkeiten sind – mit eigenen Blickwinkeln, Entscheidungen und Lebensentwürfen.

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