Winziger Tiefseekrake entdeckt: Neue Oktopus-Art vor den Galápagos-Inseln gefunden
- vor 32 Minuten
- 1 Min. Lesezeit
In der Tiefsee rund um die Galápagos-Inseln ist eine bisher unbekannte Oktopus-Art identifiziert worden. Es handelt sich um einen sehr kleinen, bläulich gefärbten Kraken mit nur wenigen Zentimetern Körpergröße. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Erste Sichtung bereits 2015
Wie erst jetzt bekannt wurde, stammt die erste Beobachtung aus dem Jahr 2015. Im Rahmen einer Tiefseeexpedition setzten Forschende einen ferngesteuerten Tauchroboter ein. Dieser filmte in etwa 1.773 Metern Tiefe an einem Unterwasserberg ein einzelnes Exemplar des winzigen Tieres.
Weitere Beobachtungen und ein besonderes Exemplar
Während derselben Mission konnten noch zwei weitere Individuen dokumentiert werden. Ein weibliches Tier wurde sogar vorsichtig geborgen, um es genauer untersuchen zu können. Statt klassische Präparationen vorzunehmen, entschieden sich die Forschenden für ein zerstörungsfreies Verfahren: hochauflösende Mikro-CT-Scans. Dadurch entstanden zahlreiche Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Winkeln, die anschließend digital zu einem detaillierten 3D-Modell zusammengesetzt wurden. So ließen sich selbst kleinste Strukturen wie innere Organe und der Mundbereich exakt rekonstruieren.
Aussehen und Einordnung der Art
Der neu beschriebene Mini-Oktopus erreicht ungefähr die Größe eines Golfballs. Seine Färbung ist zweigeteilt: oben zeigt er sich hellblau, während die Unterseite in einem dunklen Violett erscheint. Die Arme sind kurz und etwa drei bis vier Zentimeter lang und tragen jeweils rund 30 Saugnäpfe. Laut dem Fachjournal „Zootaxa" trägt die Art den Namen „Microeledone galapagensis". Mehrere Exemplare wurden in rund 1.773 Metern Tiefe vor den Galápagos-Inseln nachgewiesen.

