Wirtschaft: So geht es den Unternehmen in Deutschland
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Eine aktuelle Erhebung der Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt, dass sich die wirtschaftliche Stimmung in deutschen Unternehmen in den letzten Monaten lediglich geringfügig aufgehellt hat. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Trotz verschiedener Initiativen der Bundesregierung berichten die Betriebe nur von einer minimalen Verbesserung gegenüber der Situation im Herbst. Grundlage der Einschätzung ist eine Befragung von rund 26.000 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.
Einschätzung der aktuellen Lage
Zu Beginn des Jahres beschreibt etwa ein Viertel der befragten Firmen die eigene Geschäftslage als positiv. Gleichzeitig erwartet ebenfalls rund ein Viertel eine weitere Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Zentrale Risikofaktoren
Als größte Belastungen nennen jeweils 59 Prozent der Betriebe konjunkturelle Risiken – insbesondere die schwache Binnennachfrage – sowie strukturelle Herausforderungen wie gestiegene Arbeitskosten. Zusätzlich sehen sich 58 Prozent durch unklare wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen beeinträchtigt. Hohe Energie- und Rohstoffpreise stellen für 48 Prozent der Unternehmen ein weiteres erhebliches Risiko dar.
Investitionen und Arbeitsmarkt
Auch bei Investitionen und Personalplanung überwiegt Zurückhaltung. Lediglich 23 Prozent der Unternehmen planen, ihre Investitionen auszuweiten, während 31 Prozent Kürzungen in Betracht ziehen. Beim Personal zeigt sich ein ähnliches Bild: Nur zwölf Prozent beabsichtigen, zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen. Nach Einschätzung der DIHK lassen diese Planungen keine rasche Trendwende am Arbeitsmarkt erwarten.
Kritik an politischen Maßnahmen
DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov äußerte deutliche Kritik an der aktuellen Wirtschaftspolitik. „Die Bundesregierung hat Reform- und Entlastungspakete angekündigt, aber in den Betrieben ist davon bislang wenig spürbar“, erklärte sie. Zudem warnte sie: „Mit angezogener Handbremse kommen wir aus dem Tal nicht heraus.“ Abschließend formulierte sie klare Forderungen an die Politik: „Bürokratie runter, Arbeits- und Energiekosten runter, Regeln verlässlich.“



