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Zugunglück in Spanien: Steuerung der Bahnleitstelle könnte zur Kollision geführt haben

vor 11 Minuten
2 Min. Lesezeit

Nach dem folgenschweren Eisenbahnunglück in Spanien, bei dem mindestens 68 Menschen ums Leben kamen, steht die Steuerung des Bahnverkehrs im Zentrum der Untersuchungen. Verkehrsminister Oscar Puente zufolge könnte eine schwer nachvollziehbare Fehlentscheidung der zuständigen Leitstelle zu der Kollision geführt haben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Zum Zeitpunkt des Unglücks war die automatische Zugsicherung nach einem Computerproblem noch außer Betrieb. Dennoch erhielt einer der beteiligten Züge offenbar die Freigabe, seine Fahrt fortzusetzen. Wie es zu dieser Entscheidung kommen konnte, ist nun Gegenstand der Aufklärung.


Rettungskräfte im Großeinsatz


Die Folgen des Unfalls hatten auch erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr: Die Verbindungen zwischen Madrid und Andalusien wurden in beiden Fahrtrichtungen eingestellt. Am Unfallort arbeiteten Feuerwehr und Zivilschutz eng zusammen, unterstützt von Einsatzkräften aus benachbarten Gemeinden. Für die medizinische Versorgung der Verletzten kamen außerdem drei Rettungshubschrauber sowie mobile Intensivstationen zum Einsatz.


Erneute Katastrophe auf spanischer Bahnstrecke


Das Unglück erinnert an einen schweren Eisenbahnunfall, der sich erst neun Monate zuvor auf derselben Strecke ereignet hatte. In der Nähe der andalusischen Gemeinde Adamuz waren damals 46 Menschen ums Leben gekommen. Die erneute Tragödie wirft damit auch Fragen zur Sicherheit des spanischen Schienenverkehrs auf.


Königshaus und Regierung bekunden Anteilnahme


Der spanische König Felipe VI. und Königin Letizia äußerten sich tief betroffen über das Geschehen. Auf der Plattform X veröffentlichten sie eine gemeinsame Erklärung: „Wir sind zutiefst bestürzt und besorgt angesichts des Zugunglücks in Urda (Toledo).“ Weiter hieß es: „Wir teilen die Trauer der Familien und Angehörigen der Verstorbenen und sprechen den Verletzten sowie allen Betroffenen unser aufrichtiges Mitgefühl aus.“


Auch Ministerpräsident Sánchez reagierte öffentlich auf die Nachricht. Er bezeichnete sich auf X als „bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“

und bekundete den Betroffenen seine Anteilnahme.


Die Auswirkungen der Katastrophe waren auch im öffentlichen Leben spürbar. Landesweit gedachten Menschen der Opfer mit Schweigeminuten. Darüber hinaus wurden zahlreiche politische und sonstige Veranstaltungen sowie Fußballspiele abgesagt.


Solidarität aus der Europäischen Union


Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drückte ihre Bestürzung aus. In ihrer Stellungnahme richtete sie ihr Mitgefühl an die Angehörigen der Todesopfer und erklärte: „Europa trauert heute mit euch.“

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