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Morgens oder abends?: Welche Uhrzeit dein Training wirklich voranbringt

  • vor 4 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Gehörst du zu den Menschen, die schon früh am Tag voller Tatendrang sind, oder läuft dein Motor erst später richtig warm? Mehr dazu im LSJonline-Mittagsmagazin.


Genau diese Frage stellt sich auch beim Sport: Ist das Workout am Morgen wirkungsvoller – oder doch eher am Abend? Eine Untersuchung liefert dazu spannende, aber keineswegs eindeutige Erkenntnisse.


Zwei Typen, zwei Vorlieben


Manche Sportbegeisterte stehen auf, ziehen sich um und starten direkt mit dem Training in den Tag. Sie fühlen sich früh leistungsfähig und empfinden Bewegung am Morgen als echten Motivationskick. Andere kommen erst im Laufe des Tages in Schwung und planen ihre Trainingseinheit lieber nach Feierabend. Doch lässt sich daraus ableiten, wann Sport objektiv „besser“ ist?


US-Studie nimmt Trainingszeiten unter die Lupe


Ein Forschungsteam aus den USA ist dieser Frage nachgegangen. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen wurden 56 gesunde, sportliche Erwachsene begleitet – darunter 30 Frauen und 26 Männer. Ziel war es, herauszufinden, wie sich unterschiedliche Trainingszeiten auf den Körper auswirken.


Das Ergebnis: Eine allgemeingültige Empfehlung gibt es nicht. Die Effekte unterschieden sich nicht nur zwischen Frauen und Männern, sondern hingen auch stark davon ab, welches Trainingsziel verfolgt wurde.


Unterschiede zwischen Frauen und Männern


Die Auswertung zeigte interessante Tendenzen:

  • Frauen profitierten morgens besonders im Hinblick auf die Reduktion von Bauchfett und eine positive Beeinflussung des Blutdrucks.

  • Männer, die ihren Blutdruck senken oder sich weniger erschöpft fühlen wollten, erzielten bessere Effekte mit abendlichem Training.

  • Muskelaufbau fiel bei Frauen ebenfalls effektiver aus, wenn sie ihr Workout eher am Abend absolvierten.


Warum genau diese Unterschiede auftreten, konnte das Forschungsteam jedoch nicht abschließend erklären.


Die wichtigste Erkenntnis der Forschenden


Studienleiter Dr. Paul Arcerio bringt es pragmatisch auf den Punkt: Die ideale Trainingszeit ist die, die am besten in dein Leben passt. Denn unabhängig von der Uhrzeit wirkt sich regelmäßige Bewegung positiv auf die Gesundheit aus.


Uneinigkeit in der Wissenschaft


Ein Blick auf weitere Studien zeigt: Auch dort herrscht kein Konsens. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Sport am Morgen den biologischen Rhythmus beeinflussen und vor allem sogenannten „Nachteulen“ helfen kann, früher leistungsfähig zu sein. Andere Forschungen wiederum schreiben dem Training am Abend Vorteile für Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer zu.

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